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Auch familieninterne Unternehmensnachfolge muss gemeistert werden

Foto: Firmeneinfahrt

(© SMWA)

Lars Schubert ist seit Ende 2005 Geschäftsführer der von seinen Eltern kurz nach der Deutschen Wiedervereinigung im Jahr 1990 in Schkeuditz gegründeten Autowerkstatt. „Meine Eltern haben als Abschleppbetrieb mit einem Zugfahrzeug und Hänger begonnen. 1991 haben wir einen neuen Abschlepp-Lkw angeschafft, 1992 verschiedene Anbauten auf unserem Betriebsgelände vorgenommen und 1994 wurden wir dann als Bosch-Dienst aufgenommen. Seit 2001 sind wir freie Werkstatt.“

Schon lange war klar, dass der Sohn den Betrieb übernehmen sollte. Hierdurch konnte der Nachfolgeprozess von langer Hand vorbereitet werden. „Ich habe erst KFZ-Elektriker gelernt und dann nach Abschluss der Lehre erst einmal als Angestellter im Betrieb meiner Eltern mitgearbeitet.“ Neben dem Beruf hat Lars Schubert die Meisterschule besucht und erfolgreich abgeschlossen.

Aus seiner Sicht waren die langfristige emotionale Vorbereitung aller Beteiligten und die gegenseitige Kompromissbereitschaft die wichtigsten Erfolgsfaktoren im Nachfolgeprozess. „Bei meinen Eltern mussten schon einige Zukunftsängste aufgelöst werden.“ Dabei handelte es sich vor allem um die finanzielle Absicherung des Lebensabends aber auch um die schrittweise Lösung aus der Verantwortung, die nicht leicht gefallen ist. „Auch ich hatte gewisse Ängste. Auf der einen Seite benötigte ich den Rat meines Vaters, auf der anderen Seite hatte ich Sorge, dass dadurch meine Selbstständigkeit eingeschränkt wird.“ Durch regelmäßige Aussprachen konnten aber schließlich alle unterschiedlichen Interessen der Familienmitglieder gewahrt werden.

Auch bei familieninternen Unternehmensnachfolgen kommt der Beratung eine große Bedeutung zu. Die Erfahrungen von Lars Schubert zeigen auch, dass es nicht selbstverständlich ist, an gute Berater zu kommen. „Es war lange unklar, wer uns bei der Betriebsübernahme umfassend begleiten kann. Eine bessere Information der Handwerksbetriebe durch die Handwerkskammern über ihre konkreten Leistungen wäre hilfreich gewesen.“ Man fand dann aber doch zueinander und ließ sich von einem Betriebsberater der Handwerkskammer beraten, vor allem in Finanzierungsfragen. „Besonders wichtig waren die Vorgespräche mit der Sächsischen Aufbaubank und der Sparkasse, um die Finanzierung der Übernahme gewährleisten zu können.“

Lars Schubert schaut optimistisch in die Zukunft. „Wir haben das Ziel, auch in Zukunft gewinnbringend zu arbeiten. Dazu werden wir neue Märkte erschließen und insbesondere den Internethandel ausbauen. Am wichtigsten ist für uns aber das hohe Maß an Kundenbindung und die familiäre Atmosphäre in unserem Haus.“

Interviewpartner: Geschäftsführer Lars Schubert

Zahl der Mitarbeiter (Ende 2005): 6 

Kontakt und Informationen

Autowerkstatt Schubert GmbH

  • SymbolPostanschrift:
    Zur Aue 2
    04435 Schkeuditz
  • SymbolTelefon:
    (+49) (034204) 77 20

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