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Den Banken getrotzt - Erfolgsstory gestartet

Foto: Mitarbeiter des Friseursalons

(© SMWA)

„Im Jahr 2001 habe ich den Frisiersalon übernommen und bis heute mit viel Werbung, guter Arbeit, Freundlichkeit und hoher Qualität zu einem sehr guten Geschäft ausgebaut.“ Maja Bresicke ist gelernte Friseurmeisterin aus Leipzig und hatte schon immer den Wunsch, sich selbstständig zu machen. Viel versprechender als eine Neugründung erschien ihr die Übernahme eines bereits existierenden Betriebs. Ein geeigneter Betrieb musste jedoch erst einmal gefunden werden. „Bei meiner Suche nach einem geeigneten Geschäft habe ich um die Hilfe der Handwerkskammer gebeten, die dann eine Anzeige geschaltet hat. Nach dem ersten Kontakt mit meiner Vorgängerin war mir dann sofort klar, dass das der richtige Laden für mich ist.“

Um die Finanzierung der Übernahme zu stemmen, wandte sich Frau Bresicke dann an verschiedene Banken. „Die Banken haben mir gesagt, dass es doch schon genug Friseurgeschäfte gibt, die nichts zu tun haben. “An dieser Stelle hätte die Nachfolge durchaus scheitern können. Nach längerem Hin und Her konnte die junge Unternehmerin dann doch das notwendige Kapital bekommen, vor allem Dank eines öffentlichen Existenzgründerdarlehens, das mit Unterstützung des Unternehmergründerbüros Leipzig (ugb) und der Sparkasse Leipzig akquiriert wurde. „Die nötigen Kredite zu bekommen, hat einfach viel zu lange gedauert. Das Geld kam dann letztendlich erst im Oktober 2001 – die Neueröffnung war aber bereits am 3. September.“

Trotz des schwierigen Einstiegs entwickelte sich Frau Bresickes Schritt in die Selbstständigkeit dann doch zu einer Erfolgsstory. Dies gelang auch durch eine Neuausrichtung der Geschäftsstrategie. „Ich habe 2001 mit einer Mitarbeiterin als reiner Frisiersalon begonnen. 2002 haben wir unsere Angebotspalette um Kosmetik und Fußpflege erweitert. 2004 habe ich dann ein neues Geschäft eröffnet, ebenfalls mit Kosmetik und Fußpflege. Im letzten Jahr kamen dann noch zwei weitere Geschäfte hinzu.“ Bemerkenswert ist auch die Entwicklung der Mitarbeiterzahl, denn heute zählen die Geschäfte zwölf Mitarbeiter, wovon fünf aus der Arbeitslosigkeit in das Unternehmen geholt wurden.

Die Zukunftspläne drückt Frau Bresicke so aus: „Wir wollen durch regelmäßige Schulungen noch bessere Qualität bieten. Wir wollen mehr an Trends und Looks weitergeben, neue Produkte ausprobieren und uns weiter vergrößern. Ich hoffe, dass wir mit unseren Kolleginnen noch viele Jahre das Unternehmen führen und weiter entwickeln können.“ Frau Bresicke wird ihre ganze Kraft dafür einsetzen. Im Hinblick auf andere Übernehmer wünscht sich Frau Bresicke, dass die Banken mehr Mut bei der Finanzierung von Nachfolgeprozessen zeigen.

Interviewpartnerin: Inhaberin Maja Bresicke

Zahl der Mitarbeiter (Ende 2005): 12 

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