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Woher das Geld für den Unternehmenskauf nehmen?

Foto: Mitarbeiterin am Apothekenregal

(© SMWA)

„Schon immer wollte ich Apothekerin werden“, sagt die junge und engagierte Apothekerin Daniela Tischer. Sie folgte damit dem Vorbild ihrer Mutter, die ebenfalls einen pharmazeutischen Beruf ausübt. Vor zwei Jahren übernahm sie eine Apotheke in Zwickau im Stadtteil Neuplanitz. „Mit meinen 28 Jahren bin ich zufällig genauso alt wie die 1978 gegründete Apotheke selbst.“ Der erste Kontakt zwischen Daniela Tischer und dem Altinhaber kam dadurch zustande, dass dieser – bereits auf der Suche nach einem geeigneten Nachfolger – Frau Tischer als Pharmaziepraktikantin für ein halbes Jahr unter seine Fittiche nahm. Nachdem Frau Tischer ein weiteres Jahr Berufserfahrung in einer anderen Apotheke sammeln konnte, einigten sie und ihr Vorgänger sich darauf, dass sie die Apotheke übernehmen wird.

Dass eine Unternehmensnachfolge nicht ohne externen Sachverstand zu bewerkstelligen ist, war beiden Beteiligten klar und so haben sie sich insbesondere von ihren Steuerberatern unterstützen lassen. So wurde man sich schnell über die Höhe des Kaufpreises einig. Wie wichtig aber die Beratung von unterschiedlicher Seite ist, zeigte sich bei der Finanzierung der Übernahme. „ Was wirklich zu wünschen übrig ließ“, so die Apothekerin, „war die Beratung der Banken bezüglich der Finanzierung“. Es ist Frau Tischers Skepsis gegenüber den unterbreiteten Kreditangeboten und ihren privaten Kontakten zu Finanzierungsexperten zu verdanken, dass sie ein günstiges Finanzierungskonzept auf die Beine stellen konnte. Während sie zuvor weder ihr Steuerberater noch ihre Hausbank auf die Möglichkeit hingewiesen hatten, dass sie öffentliche Darlehen und Bürgschaften in Anspruch nehmen könnte, so wusste ihr privater Vermögensberater über diese Finanzierungsquellen Bescheid. „Ohne dessen Hilfe hätte ich nie von diesen Förderungsmöglichkeiten erfahren.“ Damit konnten günstige Kredite und Bürgschaften von der Bürgschaftsbank Sachsen, der Kreditanstalt für Wiederaufbau sowie Mittel der Eigenkapitalhilfe akquiriert werden. Insgesamt dauerte der Übergabeprozess dann ein halbes Jahr. Während dieser Zeit arbeiteten Altinhaber und Nachfolgerin gemeinsam: „Die gemeinsame Arbeit in der Apotheke ist sehr wichtig gewesen, denn so konnte ich das Team gut kennen lernen.“

Da das Pharmaziestudium keinerlei kaufmännisches Wissen vermittelt, absolviert Frau Tischer berufsbegleitend ein Studium zur Apothekenbetriebswirtin an der Fachhochschule Schmalkalden und wird an der mehrjährigen Weiterbildung zur Fachapothekerin für Offizin- Pharmazie teilnehmen. Dies hilft ihr, das Angebot und die Qualität ihrer Apotheke ständig zu erweitern. „Heute bieten wir alle Dienstleistungen – wie Impfberatung oder Ernährungsberatung – an, die in modernen Apotheken üblich sind. Daneben haben wir Sauerstoffkuren und die Aroma-Therapie etabliert. Besonderes wichtig ist uns die Zusammenarbeit mit den umliegenden Arztpraxen, damit wir unseren Kunden eine optimale ambulante Versorgung gewährleisten können.“

Interviewpartner: Inhaberin Daniela Tischer

Zahl der Mitarbeiter (Ende 2005): 10 

Kontakt und Informationen

Apotheke Neuplanitz Daniela Tischer Inhaberin

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