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Übertragungsformen

Führungsübertragung – in einem Schritt oder in mehreren Schritten

Die Führung des Unternehmens kann entweder in einem Schritt oder in einem gleitenden Übergang übertragen werden. Dabei ist grundsätzlich ein gleitender Übergang der Führung vom ausscheidenden Unternehmer auf den Nachfolger, in dessen Rahmen der Nachfolger vom Vorgänger schrittweise Führungsaufgaben übernimmt und in diese eingearbeitet werden kann, von Vorteil. Unternehmer im Mittelstand nehmen für gewöhnlich zentrale Rollen in ihrem Unternehmen ein und gewinnen damit einhergehend exklusives Wissen und Kontakte innerhalb und außerhalb des Unternehmens, die nur im Rahmen eines gleitenden Übergangs übertragbar sind. Die Zusammenarbeit von Übergeber und Nachfolger im Rahmen eines gleitenden Übergangs birgt aber auch ein enormes Konfliktpotenzial, das es zu beachten gilt.

Säulendiagramm: Führungsübertragung im sächsischen Mittelstand

Führungsübertragung im sächsischen Mittelstand
(© Sächsischer Mittelstandsbericht 2005/2006)

In fast 90 Prozent der Unternehmensnachfolgen sächsischer mittelständischer Unternehmen kommt es zu einer Einarbeitung des Nachfolgers durch den Vorgänger und damit zu einem gleitenden Übergang. Aber auch zwei Drittel der Unternehmer, die einen externen Nachfolger auswählen, begleiten ihren Nachfolger auf den ersten Schritten im übernommenen Unternehmen.

Eigentumsübertragung – Verschenkung, Vererbung oder Verkauf

Eigentumsübertragung im sächsischen Mittelstand
Die Übertragung des Eigentums an einem Unternehmen kann grundsätzlich entweder durch eine Vererbung, Schenkung oder in Form eines Verkaufs erfolgen. Der Verkauf wiederum kann gegen einmalige oder mehrfache Zahlungen zustande kommen. Die Verpachtung des Unternehmens ist hingegen keine vollständige Unternehmensübertragung. In einigen Fällen erfolgt diese, z.B. aus finanziellen Erwägungen, vor der Nachfolge. Der Unternehmer trägt allerdings während der Verpachtung weiterhin das gesamte unternehmerische Risiko. Für den Fall, dass der Pächter nicht mehr im Stande ist, seinen Verpflichtungen nachzukommen, erhält der Unternehmer zumeist sein Unternehmen mit erheblich reduziertem Unternehmenswert zurück.

Säulendiagramm: Eigentumsübertragung im sächsischen Mittelstand

Eigentumsübertragung im sächsischen Mittelstand
(© Sächsischer Mittelstandsbericht 2005/2006)

Bei sächsischen mittelständischen Unternehmen bildet der Verkauf die häufigste Form der Eigentumsübertragung. So werden auch innerhalb der Familie rund 43 Prozent der Unternehmen an den Nachfolger verkauft, was nur zu einem geringen Teil unter dem Prozentsatz von Unternehmen liegt, die innerhalb von Familien verschenkt oder vererbt werden. Rund jedes zehnte Unternehmen wird vor einer Eigentumsübertragung zunächst verpachtet.

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