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Identifikation möglicher Konfliktfelder

Konflikte sind wahrscheinlicher Bestandteil von Unternehmensnachfolgen, die insbesondere dadurch zustande kommen, dass mit einem ausscheidenden Unternehmer und seinem Nachfolger zwei starke Persönlichkeiten aufeinander treffen. Darüber hinaus können noch weitere von einer Nachfolge betroffene Akteure der Familie, des Unternehmens und des Umfeldes Auslöser für Konflikte sein. Durch frühzeitige Identifikation möglicher Konfliktfelder können diese oftmals vor einer Eskalation gelöst oder sogar vollständig umgangen werden.

Konflikte zwischen Übergeber, Nachfolger, Familie, Mitarbeiter, Umfeld

Konflikte innerhalb einer Unternehmensnachfolge haben Ihren Ursprung oftmals in unvereinbaren Motivationen, Zielen, Rollenverständnissen und Methoden der beteiligten Akteure sowie in den jeweiligen Beziehungen untereinander. Daher sollten diese bereits im Vorfeld einer Nachfolge von allen Beteiligten (Übergeber, Nachfolger, Familienmitglieder, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Hausbanken) eingeholt und abgeglichen werden, um dadurch mögliche Konflikte frühzeitig zu erkennen. Dies kann durch den Einsatz eines neutralen Experten erheblich vereinfacht werden.

Konfliktidentifikation durch Abgleich der Motivation

Die Motivation zur Unternehmensnachfolge bildet eine Grundvoraussetzung zur erfolgreichen Umsetzung einer Führungs- und Eigentumsübertragung. Ist zum Beispiel bedingt durch Verlustängste, finanzielle Abhängigkeit oder Mangel an alternativen Betätigungsfeldern kein ausreichender Wille des ausscheidenden Unternehmers vorhanden, so wird dieser eine Übertragung des Unternehmens bewusst oder unbewusst blockieren, was zu erheblichen Konflikten führen kann.

Konfliktidentifikation durch Abgleich der Ziele

Ausscheidende Unternehmer sowie Nachfolger, Familienmitglieder, Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten und Hausbanken verfolgen im Rahmen einer Nachfolge unterschiedliche Ziele. Diese können je nach Ausgestaltung nicht miteinander vereinbar sein und dadurch Konflikte hervorrufen. So verfolgt zum Beispiel ein Unternehmer mit der Übergabe oftmals auch das Ziel der eigenen materiellen Absicherung und möchte damit einhergehend einen hohen Kaufpreis erzielen, während ein Nachfolger in erster Linie den Fortbestand des Unternehmens zum Ziel hat und entsprechend die Belastung durch einen Kaufpreis minimieren möchte.

Konfliktidentifikation durch Abgleich der Rollen

Mit der Führungs- und Eigentumsübernahme übernimmt der Nachfolger eine Rolle im Unternehmen, die mit bestimmten Aufgaben verbunden ist. Sind die Rolle und die damit einhergehenden Aufgaben nicht klar von den Rollen und Aufgaben des Übergebers, der Familien und der Mitarbeiter abgegrenzt oder haben die beteiligten Akteure auch nur ein unterschiedliches Verständnis von den jeweiligen Rollen und Aufgaben, wird dies zu Konflikten führen.

Konfliktidentifikation durch Abgleich der Beziehungen

Zwischenmenschliche Beziehungen bilden einen Faktor, der oftmals über Erfolg oder Misserfolg einer Unternehmensnachfolge entscheidet. Dabei haben sich die Beziehungen zwischen Unternehmer, Nachfolger, Familie, Mitarbeitern, Kunden, Lieferanten und Vertretern der Hausbanken oftmals über Jahre entwickelt. Insbesondere bei familieninternen Nachfolgeregelungen können Beziehungsmuster wie Rivalitäten zwischen Geschwistern, die sich bereits in der Kindheit entwickelt haben, zu einer Belastung werden.

Identifikation möglicher Konflikte durch Abgleich der Methoden

Insbesondere Übergeber und Nachfolger weisen häufig unterschiedliche Herangehensweisen im Rahmen ihrer unternehmerischen Tätigkeit auf. So kann es zum Beispiel bereits zu Konflikten führen, wenn der Nachfolger im Gegensatz zur bisherigen Praxis des Übergebers, Vereinbarungen mit Kunden und Lieferanten schriftlich fixieren möchte.

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