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Finanzplanung des Übergebers

Eine Übergabe stellt für den Übergeber nicht das Ende des Lebens dar. Es können viele neue interessante Lebensinhalte gefunden werden, die aber auch finanziert werden wollen. Bei zwei Dritteln aller Unternehmensnachfolgen stellt sich für die Übergeber und gegebenenfalls auch für die Familie die Frage nach der Alterssicherung.

Frühzeitige Planung schützt vor bösem Erwachen

Selbst erfolgreichen Unternehmern, die in ihrem Geschäftsleben stets die langfristige Perspektive im Auge behalten mussten, passiert es, gar nicht oder zu spät an eine ausreichende Altervorsorge zu denken. Die Vorstellung „das Unternehmen ist meine Alterssicherung“ birgt zudem eigene Risiken. So ist der subjektiv empfundene Unternehmenswert oft nicht mit dem Preis identisch, den ein Käufer bezahlen wird. Eine solche Verhandlungssituation seitens des Übergebers ist offensichtlich nicht die beste. Der Übergeber sollte daher frühzeitig einen persönlichen Finanzplan mit einer Vermögensübersicht aufstellen. Die Differenz zwischen der erwünschten Versorgung im Alter und dem vom Unternehmen unabhängigen Vermögen ist der Betrag, den der Übergeber aus dem Unternehmen mindestens erlösen möchte.

Einmalige oder mehrfache Zahlung?

Die Bezahlung des Kaufpreises kann entweder in einer Gesamtzahlung oder mehreren Teilzahlungen erfolgen. Durch die Einmalzahlung ist der Übergeber unabhängig von der Entwicklung des Unternehmens und kann mit dem Gesamtbetrag flexibler umgehen. Die Übergabe kann aber in erster Linie bei fehlendem Kapital seitens des Nachfolgers auch durch mehrere Teilzahlungen zustande kommen. Dabei ist zwischen Kaufpreisraten und der so genannte Leibrente zu unterscheiden. Während die Leibrente in einer bestimmten Höhe sowie auf Lebenszeit gezahlt wird, werden die Kaufpreisraten für einen begrenzten Zeitraum gezahlt und stellen damit eine Art Kredit dar. Dabei ist die Aufnahme einer Wertsicherungsklausel ratsam. Zudem sollte eine Abhängigkeit der Zahlungen von der Entwicklung des Unternehmens nur mit Bedacht gewählt werden.

Falls im Verlaufe der eigenen Tätigkeit als Unternehmer daher keine vom Verkauf des Unternehmens unabhängige Alternativen zur Finanzierung des Ruhestandes geschaffen wurde, sollten die verschiedenen Möglichkeiten der Kaufpreiszahlung umso sorgfältiger gegeneinander abgewogen und ein Altersvorsorgeplan erstellt werden. Es ist auch im Rahmen der Finanzplanung für den Ruhestand des Übergebers sinnvoll, externen Sachverstand einzubeziehen, um insbesondere die steuerlichen Gestaltungsspielräume ausschöpfen zu können. 

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