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Finanzplanung des Nachfolgers

Eine Nachfolgeplanung muss zwingend auch die finanziellen Aspekte berücksichtigen. So sollte sich der Nachfolger im Rahmen einer Finanzplanung über die anstehenden finanziellen Herausforderungen bewusst werden. Mit Hilfe einer Kapitalbedarfsplanung sowie einer Rentabilitätsvorschau wird der Finanzbedarf für das Unternehmen abgeschätzt. Basis dieser Planungen ist jedoch eine finanzielle Bestandsaufnahme des Unternehmens. 

Kapitalbedarfsplanung – der Fahrplan für die Finanzierung

 Die Kapitalbedarfsplanung gibt einen Überblick über die Höhe der erforderlichen finanziellen Mittel, um die Übernahme bewältigen zu können. Die Zeitspanne, die die Kapitalbedarfsplanung abdeckt, reicht vom Beginn der Vorbereitungen der Nachfolge bis hin zum Eingang der ersten sicheren Erlöse. Dabei sollten auch die Kosten der Vorbereitung der Nachfolge berücksichtigt werden (u.a. Beratungskosten) sowie notwendige Investitionen für das Unternehmen abgeschätzt werden. Abhängig vom Unternehmen kann der Kapitalbedarf stark differieren. Bei Dienstleistungsbetrieben sind die Anfangsinvestitionen oft geringer, bei Handelsbetrieben mit Lagerhaltung können erhebliche Investitionen erforderlich sein, um den Betrieb wettbewerbsfähig auszustatten. In der Regel ist es zudem sinnvoll, eine Liquiditätsreserve einzukalkulieren.

Der Markt fordert rentable Unternehmen

Die Rentabilitätsvorschau besteht insbesondere aus einer Gegenüberstellung von Erträgen und Aufwendungen für die ersten drei Jahre nach Übertragung des Unternehmens. Die auch als Gewinn- und Verlustrechnung bezeichnete Aufstellung hat die Aufgabe, den Jahresüberschuss (bzw. im negativen Fall den Jahresfehlbetrag) eines Geschäftsjahres zu ermitteln. Durch das realistische Fortschreiben der Zahlen lässt sich beurteilen, wie rentabel das Unternehmen sein wird. Dabei basieren die zukünftigen Beträge auf Annahmen. Es ist daher hilfreich, die Rentabilitätsvorschau in drei Szenarien abzubilden (pessimistische, erwartete und optimistische Annahmen), um die Bandbreite der Entwicklungsmöglichkeiten zu erkennen. Eine realistische und fundierte Rentabilitätsvorschau ist zudem für Fremdkapitalgeber ein wichtiges Entscheidungskriterium und bestimmt mit über die Höhe der Fremdkapitalkosten. Schlussendlich sollte der Nachfolger individuell das Gefühl bekommen, dass er durch die Übernahme für sich und möglicherweise für seine Familie ein zufriedenstellendes Auskommen erwirtschaften kann. 

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