1. Navigation
  2. Inhalt
  3. Herausgeber
Inhalt

Finanzierung von Unternehmensnachfolgen

Bei einer Finanzierung ist grundsätzlich zwischen Eigen- und Fremdfinanzierung zu unterscheiden. Bei der Wahl der Finanzierung sollten insbesondere Kapitalkosten, Tilgungsbelastung und Eigentumsrechte wie z.B. Mitsprachrechte herangezogen werden. Ein übergreifendes Problem ist der schwierige Zugang zu Kapital für Nachfolger, da sie oftmals zu geringe Eigenmittel aufbringen können. Dafür stellen jedoch z.B. öffentliche Förderprogramme eine mögliche Lösung dar. 

Eigenkapital als Schlüssel zu weiteren Finanzierungsquellen

Die Basis einer jeden Finanzierung bilden in der Regel Mittel, die der Nachfolger selbst einbringen kann. Dabei kann es sich auch um Sacheinlagen, wie Maschinen oder Büroausstattung, handeln. Durch Eigenkapital entstehen keine Zahlungsverpflichtungen und es verbessert zudem das Rating des Unternehmens. Da es sich beim Eigenkapital um haftendes Kapital handelt, ermöglicht es den Zugang zu anderen Finanzierungsoptionen. 

    Öffentliche Unterstützung beim Fremdkapital nutzen

     Bevor der Weg zur Bank beschritten wird, sollte sich der Nachfolger mit den vielfältigen öffentlichen Unterstützungen vertraut machen. So besteht die Möglichkeit, günstigere Konditionen für die Kreditaufnahme bzw. Bürgschaften in Anspruch zu nehmen. Beachtet werden sollte, dass öffentliche Fördermittel grundsätzlich nicht nachträglich gewährt werden. Daher sollte an eine rechtzeitige Beantragung gedacht werden.

    Mischformen von Eigenkapital und Fremdkapital

    In einigen Fällen kann es sinnvoll sein, Mischformen aus Eigen- und Fremdkapital zu verwenden. Exemplarisch sei hier auf die Mezzanine-Finanzierung verwiesen. Diese gilt rechtlich als Fremdkapital, wirtschaftlich jedoch als Eigenkapital und verbessert so Eigenkapitalquote und Rating des Unternehmens. Auch bei der Erschließung von Mischformen der Finanzierung kann Beratung von externer Seite helfen. 

    Das Bankengespräch als Weg zum Geld

    Nach einer ausführlichen Planung der anstehenden Nachfolge und der sich anschließenden Geschäftstätigkeit sowie einer ersten Planung der daraus resultierenden Finanzierung sollte zeitnah Kontakt zu Banken aufgenommen werden. Dabei wird es insbesondere darum gehen, die Bank von der geplanten Unternehmensnachfolge zu überzeugen. Dazu sind neben einer umfassenden Planung der anstehenden Unternehmensnachfolge, die in Form eines schriftlichen Businessplans erfolgen sollte, in erster Linie Nachweise über Eigenkapital und Sicherheiten, Lebenslauf und Arbeitszeugnisse des Nachfolgers sowie ein kompetenter und sympathischer Auftritt notwendig. Kritische Anmerkungen der Banken sollten angenommen und im Rahmen der eigenen Planungen berücksichtigt werden.